Teilnahme der h_da an der Betonkanu-Regatta 2026

Theorie trifft Praxis ... und schwimmt am Ende

Am 19. und 20. Juni 2026 nahm ein studentisches Team der Hochschule Darmstadt an der 20. Deutschen Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel teil. Die Veranstaltung stellte in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord auf: Mehr als 1.000 Studierende aus dem In- und Ausland kamen an den Beetzsee; insgesamt traten mehr als 170 Mannschaften aus rund 50 Institutionen sowie 13 Wasserfahrzeuge der Offenen Klasse an. Auch international war die Regatta stark besetzt, unter anderem mit Teams aus den Niederlanden, Polen, Ungarn, Österreich und der Türkei.

Die h_da startete mit dem Wasserfahrzeug „Bikini Beton“ in der Offenen Klasse. Betreut wurde das Projekt durch Conrad Ballschmiede, der das Team während Planung, Bau und organisatorischer Vorbereitung unterstützte. Das gestalterische Konzept orientierte sich am bekannten Fahrschulboot aus SpongeBob Schwammkopf und verband damit einen hohen Wiedererkennungswert mit der technischen Herausforderung, ein schwimmfähiges Wasserfahrzeug aus Beton zu entwickeln.

Technisch lag der Schwerpunkt auf einer möglichst leichten, wasserdichten und formstabilen Konstruktion mit geringer Wandstärke. Dafür entwickelte das Team eine Leichtbetonlösung mit Poraver-Blähglas, einem klinkerreduzierten LC3-Zementansatz, Feinst-Flugasche und einer Bewehrung aus alkaliresistentem AR-Glasgewebe. Die Wandstärke des Bootes betrug rund 1,5 cm. Nach Schalungsbau, Betonage und Nachbehandlung konnte das Boot auf der Regatta erfolgreich die Strecke der Bootsparade absolvieren. Damit zeigte sich auf dem Wasser, dass die Konstruktionsidee aufgegangen ist: „Bikini Beton“ war schwimmfähig, stabil und erfüllte seinen Zweck nicht nur als Ausstellungsstück, sondern auch in der praktischen Anwendung.

Die Regatta bot eine besondere Atmosphäre mit zahlreichen kreativen Booten, internationalen Teams und intensivem Austausch zwischen den Hochschulen. Gerade die Offene Klasse zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig Beton eingesetzt werden kann. Bewertet wurden dort unter anderem Originalität, Konstruktion, Betonverwendung, Gestaltung, Ausstattung, Antrieb sowie die Harmonie von Besatzung und Wasserfahrzeug bei der Präsentation. Den ersten Platz in der Offenen Klasse belegte die Hochschule Campus Wien mit dem Wasserfahrzeug „Wiener Riesenrad“, das teilweise mithilfe von Beton-3D-Druck hergestellt wurde und damit eine innovative digitale Fertigungstechnologie in den Wettbewerb einbrachte.

Für die h_da war die Teilnahme eine wertvolle Gelegenheit, theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden, als Team ein komplexes Projekt umzusetzen und die Hochschule Darmstadt im bundesweiten und internationalen Umfeld zu vertreten. Neben der technischen Umsetzung standen vor allem Teamarbeit, Problemlösung und die Erfahrung im Vordergrund, ein selbst entwickeltes Betonboot tatsächlich erfolgreich auf dem Wasser zu bewegen.

Unser besonderer Dank gilt unseren Sponsoren Stork & Störger, Mainova, KHP Königs und Heunisch Planungsgesellschaft, HEBAU, Dorfner, Sparkasse Darmstadt und Dieburg, EP Power Minerals, PORO, Beton Müller, BUNTE und BQuadrat. Durch ihre Unterstützung konnten Materialbeschaffung, Bau, Transport und die Teilnahme an der Regatta realisiert werden. Die Förderung hat wesentlich dazu beigetragen, dass aus einer studentischen Idee ein erfolgreiches Betonkanu-Projekt der Hochschule Darmstadt werden konnte.